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Darum solltest du niemals mit einem Spiel ins Aufwärmen starten!


Das Aufwärmen ist der Einstieg in jede einzelne Trainingseinheit. Es sorgt dafür, dass deine Spieler auf die Belastungen innerhalb der Einheit vorbereitet werden und im Optimalfall auch direkt Spaß dabei haben. Vielen Trainern fällt es schwer, ein zielführendes und vor allem auch abwechslungsreiches Aufwärmprogramm zu erstellen. Schließlich möchtest du deine Spieler ja auch nicht langweilen. Trotzdem greifen viele zum großen Ball und lassen die Mannschaft vor jeder Einheit erstmal 15-20 Minuten kicken…

In den folgenden Zeilen erfährst du, warum du niemals mit einem Spiel ins Aufwärmen starten solltest und wie du ein wirklich variables Aufwärmprogramm aufbaust.


Starte niemals mit einem Spiel!


Spiele sind ein elementarer Bestandteil von vielen Aufwärmprogrammen, jedoch solltest du sie niemals direkt zum Start einer Trainingseinheit einsetzen. Zumindest wenn du mit Erwachsenen oder Jugendlichen arbeitest. Vor jedem Spiel sollte zumindest ein kleiner Block zielgerichteter Erwärmung gesetzt werden, ansonsten steigerst du die Verletzungsgefahr deiner Spieler enorm. Das liegt einfach daran, dass in so gut wie jedem Spiel direkt gesprintet wird und wir schnelle Richtungswechsel haben. Du könntest deine Spieler also genauso gut direkt im 6 gegen 6 Handball starten lassen, wenn die erste Sache in deinem Training 10er-Fangen oder Fußball ist.

Viele Trainer lassen deswegen ihre Spieler sich einfach ein bisschen warmlaufen und individuell dehnen, so 5-7 Minuten und fangen dann mit ihrem Spiel an. Dadurch senken wir schon mal die Verletzungsgefahr, es ist aber nicht wirklich zielführend, wenn du gerne ein effektives Handballtraining geben möchtest.


Statt diesem Klassiker, der eher dazu dient, dass die Spieler beschäftigt sind und der Trainer sich nicht so viele Gedanken machen muss, möchte ich dir eine Struktur vorschlagen, die deutlich effektiver ist. Wenn du ein Trainer bist, der wirklich in der Halle steht, um seine Mannschaft zu verbessern und die Trainingszeit aktiv zu nutzen, dann wird dir das deutlich besser gefallen.


Kraft- und Koordinationsübungen als Einstieg ins Training.


Wie wir bereits besprochen haben, musst du deine Spieler erstmal aufwärmen, bevor du sie etwas spielen lassen kannst. Anstatt dass deine Spieler sich einfach selbständig ein bisschen bewegen, kannst du ihnen viel besser genaue Kraft- und Koordinationsübungen als Aufgabe geben. Dabei bewegen sich deine Spieler deutlich bewusster, da sie deine Anweisungen umsetzen müssen und du kannst die ersten Minuten deines Trainings direkt dafür nutzen, sie in ihren athletischen Fähigkeiten zu verbessern. Hier kannst du dann ganz einfach mit einer Steigerung der Intensität dafür sorgen, dass deine Spieler leicht anfangen und dann zum Ende hin wirklich hart arbeiten, um komplett aufgewärmt zu sein.


Dieser Kraft- und Koordinationsteil kann 10-15 Minuten lang und z.B. in Form eines Parcours aufgebaut sein und danach können deine Spieler in das gewohnte Aufwärmspiel starten.



Wähle Spiele mit einem Sinn aus!


Du solltest deine Aufwärmspiele immer mit einem Sinn dahinter auswählen. Und ja, manchmal kann der Sinn sein, dass es einfach nur Spaß machen soll. Das ist völlig in Ordnung, wenn das deine Intention dahinter ist.

Im Großteil deiner Trainingseinheiten solltest du allerdings den Spaßfaktor mit einem zielgerichteten Fokus verbinden. So kannst du z.B. über Varianten der Spiele 10er-Fangen oder Endlinienball deutlich handballspezifischer arbeiten, als mit einer simplen Runde Fußball. Zusätzlich kannst du mit bestimmten Sonderregeln das Aufwärmspiel auf deinen Trainingsschwerpunkt anpassen. Wenn du z.B. das Stoßen trainieren möchtest, dann kannst du wunderbar Endlinienball spielen und Pässe nach vorne verbieten. Dadurch haben deine Spieler nur 3 Schritte zur Verfügung und müssen den Ball dann seitlich oder nach hinten zum nächsten Spieler spielen, der bereits in die Vorwärtsbewegung stößt.



Überrasche deine Spieler!


Du solltest deine Spieler immer wieder überraschen und ihnen neue Impulse in deinen Trainingseinheiten geben. Dazu gehört natürlich auch dein Aufwärmprogramm. Du hast mehr als ein Dutzend Aufwärmspiele zur Verfügung, die du mit verschiedenen Sonderregeln natürlich immer weiter individualisieren kannst. Wenn du dann noch für die Koordinations- und Kraftübungen verschiedenen Aufbauformen nimmst, z.B. Parcours, Partnerübungen, Gruppenübungen, mit oder ohne Ball, dann kommst du bereits mit diesen 2 Blöcken auf hunderte verschiedene Möglichkeiten.


Also wenn du dir denkst, dass du dich häufig in deinem Training wiederholst, dann solltest du dir unbedingt regelmäßig neuen Input holen. Sei es bei mir auf Youtube, in der Handballtraining oder aus sonstigen Quellen. Höre niemals auf zu lernen und baue dir ein großes Repertoire auf, sodass du deine Mannschaft niemals langweilst.



Vielen Dank fürs Lesen und viel Erfolg damit, Dein Malte


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